ATEMTHERAPIE

Was ist Atemtherapie?

Atemtherapie ist eine Körpertherapie, wobei der Atem eine zentrale Rolle spielt. Defizite, Störungen und Probleme auf der psychischen, emotionalen, kognitiven oder körperlichen Ebene machen sich im Atem bemerkbar. Umgekehrt gibt der Atem auch einen Zugang um diese Themen zu bearbeiten. Das geschieht durch Körperübungen, Wahrnehmungsübungen und Bewusstseinsübungen, die im Raum oder auf der Liege durchgeführt werden können.

 

Die atemtherapeutische Behandlungsweise ermöglicht, körperliche und seelische Beeinträchtigungen und Blockierungen zu vermindern oder aufzulösen. Beachtet wird dabei die Entwicklung der Atembewegungsqualität, des Atembewusstseins und der persönlichen Erlebnisfähigkeit in Bezug auf sich selbst und andere. Gefördert werden die Fähigkeiten zur Empfindung und Differenzierung sowie die Selbstwahrnehmung. Dazu dienen atem- und körperorientierte Übungen sowie Atembehandlungen.

 

Mehr zu Atemtherapie erfahren Sie auf der Webseite des Atemfachverbandes Schweiz (AFS) (link)

 

Wann ist eine Atemtherapie sinnvoll?

Atemtherapie kann unter anderem für die folgenden Themenbereiche angewendet werden:

 

-Sich spüren und der Umgang mit Gefühlen und Emotionen

-Sich abgrenzen oder sich öffnen

-Bindung, Selbstanbindung, Beziehungen

-Erschöpfung, Stress, Burnout

-Eigene Bedürfnisse wahrnehmen und Ressourcen aufdecken

-Selbstwert, Ängste, depressive Verstimmungen

-Schmerzen und körperliche Beschwerden, z.B. Rücken- und Gelenkschmerzen

-Schlaflosigkeit

-Umbruchssituationen und Übergangsphasen

-Trauerarbeit

 

Wie 'wirkt' eine Atemtherapie?

Atemtherapie fördert die Selbstwahrnehmung, wodurch Bedürfnisse aufgedeckt werden können und Einsicht in die eigenen Muster erworben werden kann. Erst wenn wir uns dieser bewusst sind, können wir sie auch ändern, was sich positiv auf die Selbstregulation auswirkt.

 

Die bewusste Körperwahrnehmung mittels Achtsamkeitsübungen, Behandlung auf dem bekleideten Körper auf der Liege, Übungen im Raum und Bewegungsabläufe fördern den Zugang zur gefühlten Innenwelt und erlauben es, einen passenden Umgang mit Gefühlen, Emotionen und Körperempfindungen zu erforschen. Dank zugenommener Selbstwahrnehmung und -reflexion können wenig hilfreiche Verhaltensmuster aufgedeckt und verändert werden. Ausserdem bietet Körperarbeit eine Möglichkeit, um stärkende Erfahrungen nicht nur kognitiv, sondern auch körperlich abzuspeichern.

 

Auf der körperlichen Ebene bewirkt Atemtherapie einen Ausgleich vom vegetativen Nervensystem, zwischen dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Dies kann Verspannungen, Schmerzen, Stress, sowie psychosomatische Beschwerden reduzieren und zur Entspannung und Wohlbefinden beitragen.

 

Atemtherapeutische Sitzungen eignen sich sehr gut als Ergänzung oder Unterstützung bei einer ärztlichen oder psychiatrischen/psychotherapeutischen Behandlung. Falls Sie bereits bei einer anderen Fachperson in Behandlung sind, setzte ich mich auf Wunsch gerne mit ihr in Verbindung.

 

Wie sieht eine atemtherapeutische Behandlung aus?

Eine Sitzung fängt mit einem einführenden Gespräch an, worin das aktuelle Thema besprochen wird. Die Atemtherapie selbst kann auf zwei Arten durchgeführt werden: mittels einer Behandlung auf dem bekleideten Körper auf der Liege oder mittels Achtsamkeitsübungen kombiniert mit einfachen Bewegungsübungen im Raum. Häufig werden diese Beiden auch miteinander kombiniert. Abschliessend findet ein Austausch statt, wie das Erfahrene und Gelernte im Alltag integriert werden kann.

 

Wie häufig finden die Sitzungen statt?

Im Idealfall alle 2 bis 3 Wochen, in Akutfälle sind wöchentliche Sitzungen möglich.

 

Wie lange dauert ein Prozess?

Dies ist personen- und situationsabhängig. Manchmal genügen 2 Sitzungen, um ein körperliches Problem zu beseitigen oder Klarheit in einer Situation zu gewinnen, manchmal sind mehr Sitzungen hilfreich. Dies besprechen wir zusammen, schliesslich entscheiden Sie natürlich selbst.

 

Wie weiss ich, ob Atemtherapie mich unterstützen kann?

Nach 2 bis 3 Sitzungen wird evaluiert, was der bisherige Prozess gebracht hat. Auch im weiteren Verlauf finden regelmässig Evaluationsmomente statt.

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